Insights / 2026

Was kostet ein Online-Shop 2026? Drei Wege, drei Budgets

Shopify-Theme, angepasstes Theme oder Headless mit Hydrogen: Einstiegs- und Folgekosten für 2026, inklusive der Gebühren, die selten im Angebot stehen.

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Drei Preisklassen im Überblick

Frag fünf Agenturen, was ein Online-Shop kostet, und du bekommst fünf Zahlen, die scheinbar fünf verschiedene Produkte beschreiben. Meistens tun sie das auch. Jedes seriöse Angebot gehört in eine von drei Preisklassen, und wer seine Klasse kennt, spart sich Wochen schiefer Vergleiche.

Als Markteinordnung für 2026:

  • Selbst gebaut mit Shopify-Theme: rund 27–79 € im Monat für den Plan, einmalig 0–450 € für das Theme, plus viele Stunden deiner eigenen Zeit.
  • Theme-Shop vom Profi: im deutschen Markt meist 3.000–10.000 €, je nach Katalog, Content und Integrationen.
  • Individuelle Storefront, headless mit Shopify Hydrogen: selten unter 10.000 €; typische Projekte liegen bei 15.000–50.000 €, Enterprise darüber.

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Was den Preis bestimmt

Die größten Kostentreiber sind strukturell, selten visuell: wie viele Produkte du verkaufst, wie sie organisiert sind, wie viele Sprachen und Währungen du brauchst und mit welchen Systemen der Shop reden muss, etwa Rechnungssoftware, E-Mail-Marketing, Versand oder Warenwirtschaft.

Der zweite Treiber ist Content, und er fehlt in den meisten Angeboten. Produktfotos, Texte und Übersetzungen kosten viele Stunden, egal, ob du sie lieferst oder die Agentur. Ein Shop mit 40 Produkten und gutem Bestandsmaterial ist oft günstiger als einer mit 12 Produkten, der bei null anfängt.

Obendrauf kommen Sonderfunktionen: Abos, Konfiguratoren, B2B-Preislisten, Click and Collect. Jede davon ist ein benennbarer Posten, und ein gutes Angebot führt sie einzeln auf.

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Weg eins: das Shopify-Theme von der Stange

Ein Standard-Theme ist der vernünftige Startpunkt für die meisten ersten Shops. Shopifys kostenlose Themes sind brauchbar, bezahlte kosten einmalig etwa 200–450 US-Dollar, und Hosting, Sicherheit und der Checkout (einer der konversionsstärksten im E-Commerce) stecken im Plan.

Die Grenzen zeigen sich an zwei Stellen: Dein Shop sieht aus wie andere Shops auf demselben Theme, was in markengetriebenen Märkten stärker wiegt als in funktionalen. Und jede Lücke im Theme wird mit einer weiteren App gestopft, die monatlich kostet und die Ladezeit Stück für Stück nach unten zieht.

Wenn du ein Produkt validierst oder einen kleinen Katalog an Leute verkaufst, die dich schon kennen: Nimm diesen Weg und steck das gesparte Geld ins Marketing.

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Weg zwei: das angepasste Theme vom Profi

Der Mittelweg: Profis nehmen ein solides Theme und passen es an: deine Typografie, eigene Sektionen, eine bessere Produktseite, klarere Navigation. Im Markt kostet das meist 3.000–10.000 € und dauert wenige Wochen.

Richtig ist dieser Weg, wenn die Marke zählt, deine Kaufstrecke aber Standard ist: stöbern, Produktseite, Warenkorb, Checkout. Du bekommst einen Shop, der nach dir aussieht, ohne für ein komplett eigenes Frontend zu zahlen.

Eine Warnung: Ein zu weit verbogenes Theme wird teuer. Wenn mehr als die Hälfte der Templates umgebaut werden muss, zahlst du individuelle Preise für Theme-Grenzen, und ab dem Punkt ist sauber neu bauen die günstigere Entscheidung.

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Weg drei: Headless mit Shopify Hydrogen

Hydrogen ist Shopifys React-Framework für komplett individuelle Storefronts. Das Frontend, also alles, was deine Kundschaft sieht, wird eigens für deine Marke entworfen und gebaut; Produkte, Bestand, Zahlungen und der bewährte Checkout bleiben in Shopify. Das Hosting auf Shopify Oxygen ist im Plan enthalten.

Es kostet mehr, weil nichts vorgefertigt ist. Dafür bekommst du volle Designkontrolle, redaktionelle Kaufstrecken und Performance-Reserven, die kein app-beladenes Theme erreicht. Wir haben eine produktive Hydrogen-Storefront für Drop Bike in Lissabon gebaut; sie ist live und verkauft.

Das rechnet sich, wenn Differenzierung deine Marge trägt, wenn Content und Commerce verschmelzen sollen, wenn der Katalog der Theme-Logik entwächst oder Geschwindigkeit am Anfang des Funnels Umsatz bringt. Bei kleinem Katalog, Standard-Kaufstrecke und knappem Budget nimmst du das Theme.

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Laufende Kosten über drei Jahre gerechnet

Der Baupreis ist die halbe Wahrheit. Über drei Jahre verdoppeln schon die kleinen Posten die Rechnung: Ein Theme-Shop für 5.000 € mit 150 € Monatskosten summiert sich auf rund 10.400 €. Ein realistisches Monatsbudget für einen kleinen bis mittleren Shopify-Shop 2026:

  • Shopify-Plan: rund 27–289 € im Monat je nach Stufe; Shopify Plus startet bei etwa 2.300 US-Dollar.
  • Apps: 30–150 € im Monat sind üblich; Bewertungen, E-Mail, Übersetzungen und Bundles summieren sich Monat für Monat.
  • Wartung und kleine Änderungen: im Markt 50–300 € monatlich, als Retainer oder nach Aufwand.
  • Domain und E-Mail: 20–80 € im Jahr, der günstigste Posten der Liste.
  • Content: neue Produktfotos und Kampagnenmaterial fallen jedes Jahr wieder an.

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Zahlungsgebühren: der Prozentsatz auf jedem Verkauf

Auf jedem Verkauf liegt eine Gebühr. Mit Shopify Payments liegen Kartengebühren in Europa je nach Plan und Kartentyp typischerweise zwischen 1,5 und 3 Prozent plus einem kleinen Fixbetrag pro Transaktion. PayPal bewegt sich meist um 2,5 bis 3,5 Prozent; Klarna und andere Rechnungs- und Ratenanbieter haben eigene Preismodelle.

Zwei Details verdienen Aufmerksamkeit: Nutzt du einen externen Zahlungsanbieter statt Shopify Payments, schlägt Shopify zusätzlich 0,5 bis 2 Prozent Plattformgebühr drauf. Und höhere Pläne haben niedrigere Kartensätze: Bei 200.000 € Jahresumsatz ist ein gesparter Prozentpunkt 2.000 € wert und finanziert das Plan-Upgrade oft von allein.

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Rechtssicher verkaufen in Deutschland

In Deutschland gehört zum Shop-Budget ein Posten, den internationale Preislisten gern vergessen: Rechtssicherheit. Impressum, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung mit 14-tägigem Widerrufsrecht, AGB, die Button-Lösung („zahlungspflichtig bestellen“) und korrekte Grundpreise nach Preisangabenverordnung sind Pflicht.

Dazu kommen die Registrierung im LUCID-Verpackungsregister und DSGVO-konforme Einwilligungen, sobald du trackst. Professionelle Rechtstexte-Dienste kosten wenige hundert Euro im Jahr, deutlich weniger als eine einzige Abmahnung. Plane den Posten von Anfang an ein.

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So kalkulieren wir bei Tanomedia

Wir starten mit einem kurzen Discovery-Gespräch: Katalog, Kaufstrecke, Integrationen, Content-Stand. Danach bekommst du einen Festpreis ohne Tagessätze und ohne offenes Ende. Bezahlt wird 50 Prozent zum Start und 50 Prozent zum Launch; die meisten Projekte gehen in 2–6 Wochen live, Shop-Projekte eher am oberen Ende.

Unsere Websites starten ab 1.500 €; Shop-Budgets hängen an Weg und Katalog und stehen schriftlich fest, bevor die Arbeit beginnt. Und wenn dir ein Theme besser dient als Hydrogen, empfehlen wir das Theme; ein Shop, der verkauft, ist die Referenz, die wir wollen.

FAQ

Häufige Fragen

01Was kostet ein kleiner Online-Shop?

Mit einem Shopify-Theme startest du in Eigenregie ab rund 27–79 € im Monat plus bis zu 450 € einmalig für ein bezahltes Theme. Ein professionell gebauter Theme-Shop liegt im deutschen Markt meist zwischen 3.000 und 10.000 €.

02Was kostet eine Shopify-Hydrogen-Storefront?

Individuelle Headless-Storefronts liegen im Markt selten unter 10.000 €; typische Projekte bewegen sich zwischen 15.000 und 50.000 €, je nach Katalog, Integrationen und Content. Checkout, Produkte und Zahlungen bleiben dabei in Shopify, das Oxygen-Hosting ist im Plan enthalten.

03Welche laufenden Kosten hat ein Shopify-Shop?

Plan (27–289 €), Apps (30–150 €), Wartung (50–300 €) plus Zahlungsgebühren von etwa 1,5–3 Prozent pro Verkauf. Für die meisten kleinen Shops sind 100–400 € im Monat realistisch, Marketing nicht eingerechnet.

04Kann ich mit einem Theme starten und später auf Hydrogen wechseln?

Ja, und das ist eines der stärksten Argumente für Shopify. Produkte, Kunden und Bestellungen bleiben, wo sie sind; eine Hydrogen-Migration ersetzt nur die Storefront-Ebene. Du rüstest das Frontend auf, wenn der Umsatz es rechtfertigt.

Eingesetzte Leistungen: Shopify Hydrogen · Entwicklung

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