Insights / 2026

Website-Baukasten oder Agentur? Der Vergleich für 2026

Wix, Squarespace und Hostinger sind für manche Fälle völlig in Ordnung und in anderen teurer, als sie aussehen. Die 3-Jahres-Rechnung, die SEO-Grenzen und fünf Fragen zur Entscheidung.

01 / Insights

Wo ein Baukasten die richtige Wahl ist

Website-Baukästen wie Wix, Jimdo, Squarespace und der Hostinger Website Builder können eine Sache gut: schnell etwas Ordentliches online bringen. Hosting, SSL, Templates und Updates sind enthalten, die Tarife liegen grob bei 10–40 € im Monat, und von null bis online schaffst du es an einem Wochenende, ohne eine Zeile Code.

Wenn du eine Geschäftsidee testest, eine Seite für ein Nebenprojekt brauchst oder erstmal nur eine Adresse im Netz willst, ist der Baukasten die vernünftige Wahl. Als Studio, das sein Geld mit individuellen Websites verdient, und als verifizierter Hostinger-Partner empfehlen wir trotzdem den Baukasten, wenn er passt.

02 / Insights

Die 3-Jahres-Rechnung: Abo plus 30–60 Stunden deiner Zeit

Baukasten-Route: Ein Business-Tarif kostet grob 200–500 € pro Jahr, dazu Domain, geschäftliche E-Mail und die eine oder andere kostenpflichtige App. Über drei Jahre sind das 900–2.000 € an Abos, und der größte Posten fehlt noch: deine Zeit. Selbst bauen und pflegen kostet realistisch 30–60 Stunden. Rechne deine Arbeitsstunde mit 60 €, und die 3-Jahres-Summe landet zwischen 2.700 und 5.600 €.

Studio-Route: Eine fokussierte Landingpage startet bei 1.500 €, komplette Unternehmens-Websites liegen am Markt meist zwischen 3.000 und 8.000 €. Du zahlst einmal, das Ergebnis gehört dir, und Hosting kostet ein paar Euro im Monat. Ab dem zweiten Jahr ist die individuelle Website oft die günstigere Option, und sie ist die einzige der beiden, die an Wert gewinnt, statt Miete zu kosten.

03 / Insights

SEO- und Performance-Grenzen: warum Baukasten-Seiten selten ranken

Baukasten-Seiten schleppen mehr Code mit, als sie brauchen. Das drückt auf die Core Web Vitals, also die Lade- und Interaktionswerte, die Google als Rankingsignal nutzt. Titel und Beschreibungen kannst du anpassen; die Struktur darunter, saubere URLs, strukturierte Daten und das Gewicht jeder Seite kontrollierst du nur begrenzt.

Für lokale Suchen mit wenig Konkurrenz reicht das oft trotzdem. Sobald du aber gegen Wettbewerber antrittst, die in Struktur, Geschwindigkeit und Content investieren, wird die Plattform zur Decke über deinem Kopf. Ranken bleibt möglich, du spielst nur dauerhaft mit Handicap. Dazu kommt die Austauschbarkeit: Dein Template läuft auf tausenden anderen Seiten, deine Marke startet also ohne visuelle Eigenständigkeit.

04 / Insights

Wem gehört deine Website? Lock-in, Umzug und Datenexport

Das Design, das du im Baukasten gebaut hast, kannst du nicht exportieren. Verlässt du die Plattform, nimmst du Texte und Bilder mit, meist manuell, und die Website selbst bleibt zurück. Du mietest die Website, statt sie zu besitzen.

Zwei Dinge kannst du sofort richtig machen: Registriere die Domain auf deinen eigenen Namen statt über die Plattform, und bewahre Texte und Originalbilder außerhalb des Baukastens auf. Dann bleibt ein späterer Umzug ein normales Projekt statt eines Kraftakts.

05 / Insights

DSGVO und Rechtssicherheit: der Punkt, den viele übersehen

Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Consent, Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, Umgang mit US-Datentransfers: Verantwortlich dafür bist du, nicht Wix und nicht Squarespace. Die großen Anbieter liefern die Werkzeuge dafür, aber konfiguriert und aktuell gehalten werden sie nicht von allein.

In der Praxis sehen wir bei Baukasten-Seiten regelmäßig eingebettete Fonts und Videos, die ohne Einwilligung Daten übertragen, und Cookie-Banner, die technisch nichts blockieren. Das ist kein Baukasten-Problem im engeren Sinn, aber der Baukasten erzeugt das Gefühl, es sei schon alles erledigt, und in diesen Fällen stimmt das nicht.

06 / Insights

Wann ein Baukasten reicht: eine Checkliste

Es gibt Situationen, in denen wir dir selbst vom Studio abraten. Nimm den Baukasten guten Gewissens, wenn das hier auf dich zutrifft:

  • Deine Kunden kommen über Empfehlungen, nicht über Google.
  • Die Website muss vor allem bestätigen, dass es dich gibt.
  • Das Budget liegt unter 1.000 €; dann ist ein sauberer Baukasten besser als eine billige Agentur.
  • Du testest eine Idee und weißt noch nicht, ob sie in zwölf Monaten noch existiert.
  • Du hast Zeit und Lust, die Seite selbst zu pflegen.

07 / Insights

Wann sich eine Agentur rechnet: die Break-even-Frage

Mach es an einer einzigen Zahl fest: dem Wert einer Anfrage. Bei einem Handwerksbetrieb mit Aufträgen ab 2.000 €, einer Kanzlei oder einem Studio mit Projekten ab 5.000 € refinanzieren ein bis zwei zusätzliche Anfragen pro Monat eine 3.000-€-Website in wenigen Monaten.

Umgekehrt gilt das auch: Wenn eine Anfrage dir 30 € bringt und dein Markt über den Preis entscheidet, rechnet sich individuelle Arbeit erst viel später. Die Antwort ist Arithmetik, und deshalb lohnt es sich, sie vor der Entscheidung aufzuschreiben.

08 / Insights

Ein kleines Senior-Team: so arbeiten wir

Zwischen Baukasten und klassischer Agentur gibt es eine dritte Option: ein kleines Senior-Team, in dem die Arbeit nicht an Juniors weitergereicht wird. Bei Tanomedia arbeitest du direkt mit den drei Leuten, die Strategie, Design und Code verantworten, in der Regel remote, mit klaren Meilensteinen und Zwischenständen, die du jederzeit live ansehen kannst.

Die Eckdaten: Landingpages ab 1.500 €, die meisten Projekte in 2–6 Wochen live, Festpreis vor dem Start, 50 % Anzahlung und 50 % zum Launch, Support danach. Der erste Schritt ist ein kostenloses 15-Punkte-Audit deiner aktuellen Website, Baukasten oder nicht.

FAQ

Häufige Fragen

01Was kostet eine professionelle Website 2026?

Der Markt reicht von etwa 1.500 € für eine fokussierte Landingpage bis 3.000–8.000 € für komplette Unternehmens-Websites, nach oben offen. Bei Tanomedia starten Landingpages ab 1.500 €, mit Festpreis vor dem Start und 2–6 Wochen bis zum Launch.

02Ist Wix DSGVO-konform nutzbar?

Grundsätzlich ja, verantwortlich bleibst aber du: Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen, Cookie-Consent sauber konfigurieren, Impressum und Datenschutzerklärung aktuell halten. Der Baukasten liefert Werkzeuge, keine Rechtssicherheit ab Werk.

03Kann ich meine Baukasten-Website später mitnehmen?

Domain und Inhalte ja, das Design nein. Texte und Bilder exportierst du meist manuell, das Layout wird neu gebaut. Wichtig beim Umzug: 301-Weiterleitungen von alten auf neue URLs, damit deine Google-Rankings erhalten bleiben.

04Reicht ein Baukasten für ein kleines Unternehmen?

Wenn Kunden über Empfehlungen kommen und die Website nur bestätigen muss, dass es dich gibt: ja. Wenn du Anfragen über Google gewinnen willst, entscheiden Struktur, Geschwindigkeit und Content-Tiefe, und da ist der Baukasten dauerhaft im Nachteil.

Eingesetzte Leistungen: Webdesign · Digitalstrategie

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